Info: Standort Oberwart

Biomassekraftwerk Oberwart: Technologie für die Zukunft
Das Biomassekraftwerk Oberwart dient der Erzeugung eines Gases mit hohem Wasserstoffgehalt, das für die Strom- und Fernwärmeerzeugung verwendet wird. Es handelt sich dabei um eine zukunftweisende Technologie die in Österreich, allen voran der TU Wien, entwickelt wurde. Ein Aushängeschild der österreichischen Verfahrenstechnik.

  • Zukunftsweisende Technologie zur Erzeugung von Strom und Fernwärme
  • Transparenz durch Umweltbundesamt und Umweltanwaltschaft sichergestellt
  • Ein Meilenstein in der Kreislaufwirtschaft
  • Einzigartig in Europa
  • High-Tech-Baustoff aus Oberwart für die Hausbesitzer von morgen

Projekt und Nutzung
Nach Genehmigung ist ein ca. 6-monatiger Versuchsbetrieb geplant – unter Einbeziehung der Behörden. Aus Transparenzgründen sind die Umweltanwaltschaft und das Umweltbundesamt begleitend in die Überwachung des Versuchsbetriebes eingebunden. Die Anlage wird für den Versuchsbetrieb um mehrere 100.000 Euro auf den neuesten Stand der Technik nachgerüstet (Abgasfilter, Katalysatoren, kontinuierliche Emissionsmessung).

Qualitätsgesicherte Ersatzbrennstoffe
Qualitätsgesicherte Ersatzbrennstoffe ersetzen in ganz Europa, im Sinne der Kreislaufwirtschaft herkömmliche, zumeist fossile Brennstoffe wie Kohle, Gas und Heizöl. Die in Oberwart verwendeten qualitätsgesicherten Ersatzbrennstoffe werden im Vorfeld aufbereitet und nach den gesetzlichen Anforderungen durch unabhängige Labors geprüft und freigegeben. Man unterliegt dabei dem strengen österreichischen Umweltrecht.

3 Stoffströme kommen in Oberwart zum Einsatz
In Oberwart gelangen Rückstände aus der Altpapierverarbeitung und aus der Papiergewinnung zum Einsatz. Konkret sind das für den Versuchsbetrieb die Materialien mit folgenden Schlüsselnummern: SN 18407 (Rückstände aus der Altpapierverarbeitung) und SN 18401 (Rückstände aus der Papiergewinnung) – ohne Altpapieraufbereitung – dabei handelt es sich ausschließlich um nicht gefährliche Stoffe, weiters SN 91108 (qualitätsgesicherte Ersatzbrennstoffe).  Insgesamt sollen maximal 28.000 t Ersatzbrennstoffe pro Jahr – das sind pro Tag 3-4 LKW-Ladungen – angeliefert und thermisch verwertet werden.

Greenpeace steht der Projektabwicklung positiv gegenüber
„Greenpeace hat sich über das Projekt informiert. Es liegen keine grundlegenden ökologischen Bedenken bzw. Einsprüche gegen dieses Projekt vor. Sämtliche Anregungen von Greenpeace werden dabei berücksichtigt. Greenpeace steht dieser Vorgehensweise der Projektabwicklung positiv gegenüber“, so DI Herwig Schuster, Umweltchemiker von Greenpeace Österreich.

Neue Maßstäbe in der Kreislaufwirtschaft schaffen 35 Arbeitsplätze
Nach erfolgreichem Versuchsbetrieb ist in einer weiteren Ausbaustufe geplant, das gewonnene Gas für die Produktion eines schnell abbindenden Baustoffes zu nutzen. Die BIO-Brennstoff GmbH arbeitet an einem patentierten Verfahren zur alternativen Produktion innovativer Baustoffe, die am Bau Zeit und Geld sparen helfen. Das Patentprüfverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Für die Revitalisierung des Biomasseheizkraftwerkes sind Investitionen von bis zu 3 Millionen Euro vorgesehen und 10 Arbeitsplätze notwendig. Die Investitionen in das geplante Baustoffwerk werden ein Zehnfaches davon betragen und zusammen mit dem Biomasseheizkraftwerk insgesamt 35 Mitarbeiter beschäftigen.